Altarraum St. Georgen


Der Altarraum, die Basis der liturgischen Handlung, wird durch das Vorrücken des Volksaltars und durch die Absenkung des Altarraums zum Kirchenschiff hin erweitert. Durch die neue Gruppierung von Volksaltar, Ambo und Sessio, sowie durch das Versetzen des Hochaltars in die entgegen gesetzte Richtung, entsteht ein unterschiedlich bespielbarer Raum. Diese neu geschaffene Aktionsfläche dient individuell gestalteten Gottesdiensten, mit Chorgesang, Kirchenmusik oder Krippenspiel, schafft Platz für den Christbaum und ermöglicht unterschiedliche Gestaltungen von Taufen, Erstkommunion, etc. Durch die Abstimmung der Materialien und der Formsprache von Altar und Ambo wird der Dialog der beiden liturgischen Orte betont, es entsteht eine konzeptionelle Einheit. Der Zusammenhalt wird noch verstärkt durch die Verwendung von ausschließlich zwei Materialien, Edelstahl und Naturstein (Onyx). Durch Hinterleuchtung der Steinplatten erhält der Naturstein Leichtigkeit und erfährt eine scheinbare Entmaterialisierung. Der Altar wirkt dadurch leicht, fast schwebend und stellt so das Zentrum in der Kirche dar. Auch farblich stehen die neuen Elemente hell und leuchtend im Kontrast zum restlichen Kirchenraum, der mit Freilegung der Fresken aus dem 18. Jahrhundert eher dunkler wirkt.

PROJEKTDATEN:
GELADENER WETTBEWERB 2012 (2.STUFE)
AUSLOBER Diözese Eisenstadt
VERANTWORTLICHE PROJEKTBEARBEITER | Katharina Taumberger | Christiane Laimer

FLÄCHENANGABEN:
NNF | 150m2

FOTOS | Rendering: Office Le Nomade
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